Externer DSB: Was er wirklich kostet
Zwischen 150 und 300 € im Monat zahlen kleine Unternehmen laut Berufsverband typischerweise für einen externen Datenschutzbeauftragten. Was er wirklich kostet, entscheidet aber nicht der Monatspreis allein, sondern Laufzeit, Leistungsumfang und Zusatzkosten. Mit Rechenbeispiel intern gegen extern, Checkliste für dein Angebot und dem Stand der geplanten Reform.

Inhaltsverzeichnis
- Kurz gesagt
- Brauchst du überhaupt einen Datenschutzbeauftragten?
- Was ein externer Datenschutzbeauftragter kostet
- Was im Preis enthalten sein sollte
- Was ein interner Datenschutzbeauftragter kostet
- Intern oder extern: der Vergleich
- Woran du ein gutes Angebot erkennst
- Die häufigsten Fehler
- Externer DSB mit Dieter: was drin ist
- Fazit
Kurz gesagt
- Marktpreis: Kleine Unternehmen zahlen für einen externen Datenschutzbeauftragten typischerweise 150 bis 300 € pro Monat, größere 500 bis 2.000 € (Angaben des Berufsverbands BvD). Öffentliche Preislisten beginnen für Betriebe unter 20 Mitarbeitenden meist bei rund 150 €.
- Der Monatspreis täuscht: Entscheidend sind Laufzeit, Leistungsumfang und Zusatzkosten. Zwei Angebote mit gleichem Monatspreis können sich über die Vertragslaufzeit um Tausende Euro unterscheiden.
- Ein interner DSB ist selten günstiger: Ausbildung (rund 1.650 bis 2.400 €), regelmäßige Fortbildung und Arbeitszeit summieren sich schnell auf 2.000 bis 6.000 € im Jahr. Dazu kommen besonderer Kündigungsschutz und das Risiko von Interessenkonflikten.
- Vorher prüfen, ob du überhaupt einen brauchst: Die Pflicht greift in Deutschland ab 20 Personen, die ständig mit personenbezogenen Daten arbeiten, oder in Sonderfällen. Die Abschaffung dieser Regel ist angekündigt, aber noch nicht beschlossen.
- Mit oder ohne DSB: Die Pflichten der DSGVO bleiben gleich. Den größten Aufwand verursacht in Unternehmen ohnehin die Dokumentation, nicht der Datenschutzbeauftragte.
Brauchst du überhaupt einen Datenschutzbeauftragten?
Bevor du Preise vergleichst, kläre die Pflichtfrage. In Deutschland musst du einen Datenschutzbeauftragten benennen, wenn einer dieser Fälle vorliegt:
- In der Regel sind mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt (§ 38 Abs. 1 BDSG). Die frühere Schwelle von 10 Personen gilt seit 2019 nicht mehr.
- Du führst Verarbeitungen durch, die eine Datenschutz-Folgenabschätzung erfordern, oder verarbeitest Daten geschäftsmäßig zur Übermittlung oder für Markt- und Meinungsforschung. Dann gilt die Pflicht unabhängig von der Personenzahl.
- Deine Kerntätigkeit besteht in der umfangreichen Verarbeitung besonders sensibler Daten, etwa Gesundheitsdaten, oder in der umfangreichen, systematischen Beobachtung von Menschen (Art. 37 DSGVO).
Ob die Pflicht bei dir greift, klärt der Pflichtcheck auf der Seite externer Datenschutzbeauftragter. Auch ohne Pflicht kannst du freiwillig einen DSB benennen (Art. 37 Abs. 4 DSGVO). Für ihn gelten dann dieselben Regeln zu Stellung und Aufgaben.
Was ein externer Datenschutzbeauftragter kostet
Eine unabhängige Erhebung zu DSB-Preisen gibt es nicht. Die meistzitierte Orientierung stammt vom Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD), allerdings ohne veröffentlichte Methodik. Wir haben sie im Oktober 2026 mit öffentlichen Preislisten von Anbietern abgeglichen:
| Modell | Typische Kosten | Grundlage |
|---|---|---|
| Externer DSB, kleines Unternehmen | 150 bis 300 € pro Monat | BvD, Verbandsangabe |
| Externer DSB, größeres Unternehmen | 500 bis 2.000 € pro Monat | BvD, Verbandsangabe |
| Einstiegspakete nach Unternehmensgröße | unter 20 Mitarbeitende rund 150 €, bis 50 Mitarbeitende rund 250 €, darüber ab 350 € pro Monat | öffentliche Preislisten von Anbietern, Oktober 2026 |
| Einzelleistungen nach Aufwand | Stunden- oder Tagessätze; ein Anbieter nennt 890 € pro Tag | öffentliche Preisliste, Oktober 2026 |
| Externer DSB mit Software (Dieter Premium) | ab 99 € pro Monat, ab 79 € bei jährlicher Zahlung | eigener Preis |
Fast alle Preise verstehen sich netto. Wer als Kleinunternehmer keine Vorsteuer abzieht, zahlt die Umsatzsteuer mit.
Wie abgerechnet wird: Üblich ist eine monatliche Pauschale, gestaffelt nach Mitarbeitenden. Seltener wird nach Stunden abgerechnet, und Sonderleistungen wie ein Audit vor Ort laufen oft über Tagessätze. Eine Pauschale ist planbar, aber nur so viel wert wie die Leistungen, die sie abdeckt.
Was den Preis treibt: Zahl der Mitarbeitenden und Standorte, sensible Daten (Gesundheit, Kinder, Beschäftigtendaten in großem Umfang), viele eingesetzte Dienstleister und Tools, Termine vor Ort statt remote, gewünschte Reaktionszeiten und der Zustand deiner Dokumentation zu Beginn.
Was im Preis enthalten sein sollte
Die Aufgaben des Datenschutzbeauftragten legt die DSGVO fest (Art. 39). Sie gehören in jede Pauschale:
- Beraten: Unterrichtung und Beratung der Geschäftsführung und der Mitarbeitenden zu ihren Datenschutzpflichten.
- Überwachen: Prüfen, ob Datenschutzvorgaben und interne Richtlinien eingehalten werden, inklusive Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden.
- Folgenabschätzung begleiten: Beratung, wenn eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig ist.
- Ansprechpartner sein: für die Aufsichtsbehörde und für Betroffene, die Fragen zu ihren Daten haben (Art. 38 Abs. 4 DSGVO).
Wichtig zu wissen: Ein Datenschutzbeauftragter berät und überwacht, er muss deine Dokumente nicht schreiben. Verarbeitungsverzeichnis, TOM, Datenschutzerklärung und AV-Verträge erstellt das Unternehmen selbst. Viele Angebote enthalten diese Arbeit trotzdem, andere berechnen sie extra. Frag deshalb genau nach, was drin ist:
| Leistung | Oft in der Pauschale | Oft gegen Aufpreis |
|---|---|---|
| Beratung per E-Mail und Telefon | ✓ | bei Überschreitung eines Stundenkontingents |
| Erstellen und Pflegen der Dokumentation | teils | ✓ |
| Schulung der Mitarbeitenden | online | vor Ort |
| Audit oder Bestandsaufnahme | digital per Fragebogen | vor Ort, nach Tagessatz |
| Unterstützung bei Datenpannen und Auskunftsanfragen | Beratung | Bearbeitung im Einzelfall |
| Meldung des DSB an die Aufsichtsbehörde | meist | selten |
Was ein interner Datenschutzbeauftragter kostet
Ein eigener Mitarbeiter als DSB wirkt günstiger, weil keine Rechnung kommt. Die Kosten stecken in Ausbildung, Fortbildung und Arbeitszeit:
- Ausbildung: Ein Lehrgang mit Abschlussprüfung kostet rund 1.650 bis 2.400 €, etwa 1.649 € zzgl. MwSt. für drei Tage beim TÜV Saarland oder 2.400 € für fünf Tage an der IHK-Akademie München. Ein Zertifikat verlangt das Gesetz nicht, wohl aber nachweisbare Fachkunde (Art. 37 Abs. 5 DSGVO).
- Fortbildung: Das Unternehmen muss dem DSB die Mittel geben, sein Fachwissen zu erhalten (Art. 38 Abs. 2 DSGVO), und die Kosten der Fortbildung übernehmen. Wer ein Zertifikat aufrechterhält, braucht zum Beispiel bei DEKRA 24 Stunden Fortbildung in drei Jahren plus Gebühr. Das sind grob 600 € pro Jahr.
- Arbeitszeit: Wie viel Zeit die Aufgabe braucht, legt keine Behörde fest. Die folgende Rechnung nimmt deshalb drei Szenarien an.
| Annahme | Arbeitszeit pro Jahr | Fortbildung pro Jahr | Laufende Kosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
| 2 % der Arbeitszeit (knapp 1 Stunde pro Woche) | ca. 1.080 € | ca. 600 € | ca. 1.700 € |
| 5 % der Arbeitszeit (rund 2 Stunden pro Woche) | ca. 2.700 € | ca. 600 € | ca. 3.300 € |
| 10 % der Arbeitszeit (rund 4 Stunden pro Woche) | ca. 5.400 € | ca. 600 € | ca. 6.000 € |
Grundlage ist der mittlere Bruttojahresverdienst einer Vollzeitkraft in Deutschland, 54.066 € im Jahr 2025 (Statistisches Bundesamt). Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung kommen dazu, die Ausbildung im ersten Jahr ebenfalls. Zum Vergleich: Ein externer DSB kostet nach der BvD-Spanne 1.800 bis 3.600 € im Jahr.
Intern oder extern: der Vergleich
| Kriterium | Interner DSB | Externer DSB |
|---|---|---|
| Laufende Kosten | Arbeitszeit plus Fortbildung, je nach Aufwand ca. 1.700 bis 6.000 € pro Jahr | Pauschale, laut BvD 1.800 bis 3.600 € pro Jahr für kleine Unternehmen |
| Startkosten | Ausbildung rund 1.650 bis 2.400 € | meist keine, teils Einrichtungsgebühr |
| Fachwissen | muss aufgebaut und gehalten werden | bringt Erfahrung aus vielen Unternehmen mit |
| Kündigungsschutz | besonderer Schutz bei Pflichtbenennung | gilt nicht; es zählt der Vertrag |
| Interessenkonflikte | häufig im kleinen Team | in der Regel keine |
| Kenntnis des Betriebs | hoch | muss sich einarbeiten |
Ein interner DSB lohnt sich vor allem für größere Unternehmen mit eigener Rechtsabteilung oder jemandem, der Datenschutz ohnehin hauptberuflich betreut. Für Unternehmen mit 20 bis 50 Mitarbeitenden ist ein externer DSB in den meisten Fällen die günstigere und sicherere Lösung.
Woran du ein gutes Angebot erkennst
- Eine benannte Person: Du bekommst eine konkrete Ansprechperson mit nachgewiesener Fachkunde, nicht nur ein Team-Postfach.
- Klarer Leistungsumfang: Das Angebot listet, was in der Pauschale steckt und was extra kostet, inklusive Stundenkontingent und Reaktionszeit.
- Faire Laufzeit: Eine längere Laufzeit stärkt die Unabhängigkeit des DSB, das empfehlen auch Aufsichtsbehörden. Wegen der geplanten Reform sollte der Vertrag aber ein Sonderkündigungsrecht enthalten, falls die Benennungspflicht entfällt.
- Berufshaftpflicht: Externe DSB haften anders als Angestellte; eine Berufshaftpflichtversicherung ist sinnvoll, wie die Datenschutzaufsicht Baden-Württemberg betont.
- Meldung inklusive: Die Kontaktdaten des DSB müssen an die Aufsichtsbehörde gemeldet und in der Datenschutzerklärung genannt werden (Art. 37 Abs. 7 DSGVO). Ein gutes Angebot erledigt das mit dir.
Die häufigsten Fehler
- Nur den Monatspreis vergleichen. Rechne Preis mal Laufzeit plus erwartbare Zusatzleistungen. Erst dann sind Angebote vergleichbar.
- Software für einen DSB halten. Ein Tool kann Dokumente erstellen und Pflichten organisieren, es ersetzt aber keine benannte Person mit Fachkunde, wenn eine Benennungspflicht besteht.
- Die Geschäftsführung oder IT-Leitung intern benennen. Wer über Zwecke und Mittel der Datenverarbeitung entscheidet, kann sich nicht selbst kontrollieren.
- Benennen, aber nicht melden. Die Meldung an die Aufsichtsbehörde gehört zur Pflicht; das richtige Meldeportal findest du über die Übersicht externer DSB nach Stadt.
- Einen Vertrag mit langer Laufzeit ohne Ausstieg unterschreiben. Gerade jetzt, wo die Pflicht für viele Unternehmen entfallen könnte, ist ein Sonderkündigungsrecht viel wert.
- Davon ausgehen, dass ohne DSB weniger zu tun ist. In einer Bitkom-Befragung von 603 Unternehmen nannten 73 % die Dokumentationspflichten als größten Aufwand, die Benennung eines Datenschutzbeauftragten nur 25 %.
Externer DSB mit Dieter: was drin ist
Dieter verbindet den externen Datenschutzbeauftragten mit der Software, die den Großteil der Arbeit erledigt. Dadurch kostet die Betreuung weniger, und die Dokumentation bleibt laufend aktuell statt einmal im Jahr.
- TÜV-zertifizierter externer DSB als fester Ansprechpartner, Bestellung in drei geführten Schritten und Meldung an die Aufsichtsbehörde direkt aus dem Produkt.
- Alle Pflichtdokumente: Verarbeitungsverzeichnis, TOM, AV-Verträge und Datenschutzerklärung entstehen per Fragebogen und aktualisieren sich, wenn sich etwas ändert.
- Schulungen samt Nachweisen für deine Mitarbeitenden, mit automatischen Erinnerungen.
- Website-Scans, die neue Tracker und Drittanbieter auf deiner Website erkennen.
Brauchst du keinen DSB, deckst du die Pflichten der DSGVO auch ohne ihn mit Dieter ab. Wo du stehst, zeigt dir der kostenlose DSGVO Check-up.
Fazit
Ein externer Datenschutzbeauftragter kostet kleine Unternehmen typischerweise 150 bis 300 € im Monat, ein interner kaum weniger, sobald Ausbildung, Fortbildung und Arbeitszeit eingerechnet sind. Den Unterschied machen Leistungsumfang, Laufzeit und Zusatzkosten. Prüfe zuerst, ob du überhaupt einen DSB brauchst, und vergleiche dann Angebote über die ganze Laufzeit. Und egal, wie die Reform ausgeht: Die eigentliche Arbeit steckt in der Dokumentation. Wer sie im Griff hat, zahlt für den Datenschutz am Ende am wenigsten.
Autor

Sebastian Schenk
Co-Founder & CEO
Jurist und Datenschutzbeauftragter. Treibt bei simply Legal die Produktvision voran und sorgt dafür, dass Dieter rechtlich und praktisch trägt.
Quellen und weiterführende Links
- Gesetze im Internet: § 38 BDSG, Datenschutzbeauftragte nichtöffentlicher Stellen
- Gesetze im Internet: § 6 BDSG, Stellung des Datenschutzbeauftragten
- EUR-Lex: Datenschutz-Grundverordnung (EU) 2016/679, Art. 37 bis 39
- Datenschutzkonferenz: Leitlinien zu Datenschutzbeauftragten (WP 243 rev.01, PDF)
- LfDI Baden-Württemberg: Praxisratgeber „Der Beauftragte für den Datenschutz“, Teil II (PDF)
- EUR-Lex: EuGH, Urteil vom 9. Februar 2023, C-453/21 (X-FAB), Interessenkonflikt des DSB
- Statistisches Bundesamt: Mittlerer Bruttojahresverdienst 2025, Pressemitteilung Nr. 113 vom 1. April 2026
- Bitkom: Studienbericht Datenschutz 2026 (PDF)
- BvD: Was kostet ein externer Datenschutzbeauftragter?
Häufige Fragen
Was kostet ein externer Datenschutzbeauftragter im Monat?
Für kleine Unternehmen nennt der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten (BvD) 150 bis 300 € pro Monat, für größere 500 bis 2.000 €. Öffentliche Preislisten beginnen für Betriebe unter 20 Mitarbeitenden meist bei rund 150 €. Bei Dieter Premium kostet der TÜV-zertifizierte externe DSB ab 99 € pro Monat oder ab 79 € bei jährlicher Zahlung, Dokumente und Schulungen inklusive.
Gibt es einen Datenschutzbeauftragten kostenlos?
Einen kostenlosen externen DSB gibt es praktisch nicht. Auch ein interner DSB kostet Geld, weil Ausbildung, Fortbildung und Arbeitszeit anfallen. Kostenlos sind dagegen Selbstchecks: Mit dem DSGVO Check-up von Dieter siehst du ohne Anmeldung, wo deine Website und deine Dokumentation stehen und ob ein DSB Pflicht sein könnte.
Was kostet die Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten?
Lehrgänge mit Abschlussprüfung kosten rund 1.650 bis 2.400 €, je nach Anbieter und Dauer von drei bis fünf Tagen. Hinzu kommt regelmäßige Fortbildung, die das Unternehmen bezahlen muss. Ein Zertifikat schreibt das Gesetz nicht vor; entscheidend ist, dass der DSB das nötige Fachwissen im Datenschutzrecht und in der Praxis nachweisen kann.
Ist ein interner oder ein externer Datenschutzbeauftragter günstiger?
Für kleine und mittlere Unternehmen ist der externe DSB meist günstiger. Ein interner DSB kostet je nach Zeitaufwand rund 1.700 bis 6.000 € im Jahr plus Ausbildung, dazu kommen besonderer Kündigungsschutz und das Risiko von Interessenkonflikten. Ein externer DSB kostet laut BvD 1.800 bis 3.600 € im Jahr und bringt das Fachwissen gleich mit.
Brauche ich schon ab 10 Mitarbeitenden einen Datenschutzbeauftragten?
Nein. Die Schwelle liegt seit 2019 bei 20 Personen, die ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind (§ 38 BDSG). Unabhängig von der Zahl gilt die Pflicht nur in Sonderfällen, etwa bei Verarbeitungen mit Datenschutz-Folgenabschätzung oder wenn deine Kerntätigkeit die umfangreiche Verarbeitung sensibler Daten ist.
Kann ich die Kosten für den Datenschutzbeauftragten steuerlich absetzen?
Die Kosten für einen externen DSB sind betrieblich veranlasst und damit in der Regel Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG). Ob du die Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen kannst, hängt von deinem steuerlichen Status ab; Kleinunternehmer zahlen faktisch den Bruttopreis. Die Einzelheiten klärst du am besten mit deiner Steuerberatung.
Was passiert mit meinem DSB-Vertrag, wenn die Pflicht abgeschafft wird?
Eine Gesetzesänderung beendet einen laufenden Vertrag in der Regel nicht automatisch. Ob du vorzeitig aussteigen kannst, hängt von den Klauseln ab. Achte bei neuen Verträgen deshalb auf ein Sonderkündigungsrecht für den Fall, dass die Benennungspflicht entfällt. Viele Unternehmen behalten ihren DSB aber auch freiwillig, weil Kund:innen und Auftraggeber nach ihm fragen.
Dieser Artikel gibt den Stand zum Erscheinungsdatum wieder. Bei rechtlichen Änderungen passen wir unsere Inhalte an.
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